Die Rebellion der Maddie Freeman

Die Rebellion der Maddie Freeman

USA, 2060. Madeline – „Maddie“ – Freeman, 17, lebt ein ganz normales Leben. Das glaubt sie zumindest. Denn ihre Welt besteht nur aus Computer, Digital School, Social Media und Onlinedates. Genau das ist für sie das normalste der Welt.

Doch so richtig glücklich scheint sie nicht zu sein.

Vor zwei Monaten hat sie in einer Online-Nachhilfegruppe Justin kennengelernt. Nach lange zögern geht sie dann doch auf sein Angebot ein, sich offline mit ihm zu treffen. Die einzige offline Aktivität, der Maddie sonst nachgeht, ist Fußballspielen. Kein Wunder, dass sie sich unwohl fühlt, bei dem Gedanken, sich mit jemanden aus dem Netz in einer Lerngruppe abseits der digitalen Welt zu treffen. Hier kann sie sich nicht hinter Avataren verstecken.
Doch dieses Treffen soll ihr Leben gehörig auf den Kopf stellen. Den nur durch reinen Zufall haben sich Madeline und Justin nicht kennengelernt.
Justin ist der Kopf der Digital-School-Gegner und möchte die Welt wieder so haben, wie sie einmal war. Das Problem an der Sache ist, das er gegen Maddies Vater kämpft, den dieser ist der Direktor der Digital School.
Eine Zerreißprobe für Maddie beginnt. Auf der einen Seite möchte sie ihre Freiheit genießen, ohne ständig verkabelt zu sein, möchte die Genüsse des offline seins kennenlernen, in Coffeeshops und auf Konzerte gehen, doch sie weiß, dass sie sich nicht noch einmal gegen ihren Vater stellen kann. Denn ist ist noch auf Bewährung, bis zu ihrem 18. Geburtstag. Ein Wettlauf beginnt.
Der Debütroman von Katie Kacvinsky hat eine an sich mitreißende Story und hat mich persönlich schon zum nachdenken angeregt. Wie sieht es mit unserer Zukunft aus? Werden wir auch abgeschottet von der Außenwelt uns in ein Zimmer verkriechen, die Welt nur noch virtuell erkunden und Freundschaften mehr online, mehr anonym pflegen? Heute schon gibt es viele soziale Netzwerke, die uns den Eindruck vermitteln, immer und überall mit der Welt verknüpft sein zu können, doch was ist mit dem realen Leben?

Ich finde es gut, das man durch die Dystopie sieht, wohin sich unser Umfeld entwickeln könnte.
Außerdem haben mir die Charaktere ganz gut gefallen. Im Prinzip sind drei Parteien auszumachen. Da ist Justin, der gegen die Digital School vorgehen möchte, um den Menschen freizustellen, ob die in einer Onlinewelt leben wollen oder lieber ihre Sinne ernsthaft gebrauchen wollen und ein „normales Leben“ führen wollen.
Ihm gegenüber steht Kevin Freeman, Maddies Vater, der Gründer der Digital School. Er will die Welt sicherer machen, Kriminalität verhindern, indem er den Menschen aufzwingt, ein verkabeltes Leben zu führen, sich in ihre Häuser zu verkriechen, da draußen, „das Monster“ wartet.
Und natürlich Maddie, die zwischen diesen beiden Parteien entscheiden muss. Auf der einen Seite hat sie sich in Justin Hals-über-Kopf verliebt und merkt selber, das sie mehr will, als nur anonym im Netz und sich hinter irgendwelchen Charakteren zu verstecken. Auf der anderen Seite liebt sie ihre Familie und will diese nicht noch einmal zerstören.

Der Plot verspricht Spannung, auch wenn sich die Handlung an manchen Stellen ein sehr lang hinzieht und nicht wirklich etwas spannendes passiert. Trotzdem habe ich das Buch genossen und werde wohl demnächst den zweiten Teil lesen.

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