Das Licht zwischen den Meeren

Das Licht zwischen den Meeren von M L Stedman Der Krieg ist zu Ende und Tom Sherbourne kehrt nach Australien zurück. Als einer der wenigen Überlebenden sucht er nach einem Ort der Ruhe, um die Geschehnisse des Krieges verarbeiten zu können.
So kommt er nach Port Partageuse, um in die Gegebenheiten eines Leuchtturmwärters eingeführt zu werden und dann seinen Dienst im Leuchtturm von Janus Rock, einer kleinen Insel 150km vom Festland entfernt, zu beginnen. Noch auf dem Festland wird er einigen wichtigen Persönlichkeiten von Paratgeuse vorgestellt. Dabei trifft er auf Isabell Graysmark. Trotz Altersunterschied von 10 Jahren verlieben sich die beiden ineinander, heiraten und leben gemeinsam auf Janus Rock.

Das einzige, was den beiden zum perfekten Glück fehlt, ist ein Kind. Doch leider soll ihnen dieses Glück verwehrt bleiben. Zwar wird Isabell mehrfach schwanger, erleidet allerdings einige Fehl- bzw. Totgeburten. Zwei Wochen nach der letzten Totgeburt ist sie so verzweifelt, dass sie glaubt, sich das Schreien eines Babys einzubilden. Dennoch geht sie dem Schrei nach und findet in einer angeschwemmten Jolle ein kleines Mädchen, sowie die Leiche eines Mannes.

Sofort verliebt sich Isabell in das kleine Mädchen und versorgt es, damit es aufhört zu schreien. Tom selber kümmert sich erst einmal um die Leiche, deckt diese ab und geht dann zu Isabell. Er möchte sich an die Vorschriften halten, die besagen, dass er jeden Fund sofort melden muss. Auch wenn die Kommunikation in dieser Zeit schwierig ist und nur über Morse funktioniert, ist er dazu verpflichtet. Ebenso muss er alles, was passiert, in ein Logbuch eintragen.
Isabel bittet ihn darum, bis zum nächsten Tag mit der Meldung zu warten, sie möchte erst einmal für das Wohl des Kindes sorgen. Nach langer Diskussion willigt Tom ein. Doch auch am nächsten Tag sieht die Situation nicht anders aus. Isabel will das Kind behalten. Sie ist der Meinung, das niemand es vermissen wird. Der Vater ist tot, die Mutter vermutlich ertrunken, da nur eine Strickjacke in der Jolle zurückgeblieben ist. Die beiden streiten sich, doch Tom möchte Isabel endlich wieder glücklich sehen und gegen seine Vernunft willigt er ein, das Kind als sein eigenes auszugeben.

Was die beiden nicht ahnen ist, das sie damit das Leben der leiblichen Mutter zerstören. Denn ihr Schicksal erfahren sie zwei Jahre später, als sie auf Landurlaub sind und ihre kleine Tochter Lucy nun taufen lassen möchten.

Wieder meldet sich Tom’s Gewissen und sein Hang für Recht und Ordnung, doch Isabel fleht ihn an alles zu belassen, wie es ist. Doch ist es richtig, dass sie glücklich als Familie auf Janus Rock leben und ein anderer Mensch aufgrund ihrer Entscheidung leidet? Was ist in diesem Fall richtig und was falsch?

„Das Licht zwischen den Meeren“ erzählt eine sehr emotionale Geschichte.
Auf der einen Seite steht Tom, der sich nach dem Krieg nichts mehr wünscht, als ein geregeltes, einfaches Leben zu führen. Die Ordnung und die Regeln geben ihm den Halt und die Stabilität, die er im Kriege verloren hat. Er fühlt sich damit sicher. Doch auf der anderen Seite steht Isabel. Durch die ständigen Verluste ihrer ungeborenen Kinder ist sie gezeichnet. Ihr ist es egal, was Regeln besagen, denn die Liebe eines Menschen kann dazu führen, den Verstand auszuschalten.  Ich finde es toll, wie M. L. Stegmann diesen Zwiespalt der beiden herausarbeitet. Ich kann sowohl Tom’s, als auch Isabel’s Situation verstehen. Ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht, wofür ich mich entschieden hätte.

Das einzige, was ich am Buch nicht mochte, ist die ganze Vorgeschichte, die erzählt wird. Das Buch beginnt mit der Situation, in welcher Isabel das Baby schreien hört und findet. An sich finde ich das einen sehr gelungenen Einstieg, man weiß sofort worum es geht und die Spannung ist da. Danach wir allerdings ein Cut gemacht und ein Zeitsprung erfolgt. Es wird erzählt, wie Tom nach Port Partageuse kommt. Verschiedene Charaktere werden vorgestellt, die im Laufe der Handlung auch noch eine Rolle spielen. Trotzdem fand ich das etwas unpassend. Ich denke, gewisse Situationen hätte man auch im Nachhinein erklären können.

Nichts desto trotz gab es sehr herzzerreißende Stellen, an denen ich mit den Tränen kämpfen musste. Gerade auch die letzten ca. 10 Seiten liefen ein paar Tränen.
Es gibt einige Wendungen im Buch, die ich so nicht erwartet hätte, um die Spannung aber nicht zu nehmen, möchte ich hier nicht so sehr darauf eingehen 😉

Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, dieses Buch zu lesen und ich würde es gerne jedem empfehlen, der ein wenig Herzschmerz und Wirrungen im Leben vertragen kann 🙂

Infos zum Buch
Titel: Das Licht zwischen den Meeren
Autor: M. L. Stedman
Seiten: 444
Originaltitel: The Light Between Oceans
ISBN: 978-3-8090-2619-8
Verlag: Limes – hier geht es zur Verlagsseite

Habt ihr Meinungen oder Fragen zum Buch? Dann würde ich mich über Kommentare freuen 🙂

Ganz bequem bei Amazon bestellen: Gebundene Ausgabe oder als eBook.

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