Eine Handvoll Worte

Cover Eine Handvoll WorteEllie Harworth, Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons, soll einen Artikel schreiben mit dem Thema „Frauen früher und heute“. Um an Material zu gelangen, geht sie im Archiv der Zeitung auf die Suche. Sie ist nicht besonders gegeistert darüber, doch was sie in einem Stapel loser Blätter findet, verschlägt ihr die Sprache – ein Liebesbrief, der seit 40 Jahren im Archiv schlummerte. Dieser Brief lässt Ellie nicht mehr los.

Vierzig Jahre zuvor wacht Jennifer Sterling nach einem Autounfall im Krankenhaus auf. Sie weiß nichts mehr von ihrem früheren Leben, alles ist wie ausgelöscht. Ihr Mann und ihre Familie schweigen sich über die Geschehnisse aus, die vorher passiert sind.
Doch Jennifer fühlt sich unwohl und fremd in ihrer eigenen Haut. Sie spürt, dass irgendetwas nicht stimmt.

Beim stöbern durch das Haus fallen ihr plötzlich Liebesbriefe in die Hand, gut versteckt vor ihrem wohlhabenden Mann Laurence. Durch diese gefühlvollen Worte kommen Jennifers Erinnerungen langsam wieder. Ihr wird wieder bewusst, wie unwohl sie sich gefühlt hat in ihrer Beziehung.
Doch sie ahnt nicht, dass ihr Mann bereits von der Affäre wusste und nun alles daran setzt, um ihre Beziehung zu retten bzw. den Kontakt zu dem anderen zu verschleiern.

Jennifer wehrt sich, doch schnell muss sie sich eingestehen, dass es für manche Dinge zu spät ist. Sie fällt in ein tiefes Loch und fügt sich ihrem Schicksal. Doch glücklich ist sie nicht. Die Zeit, in der sie lebt, lässt Frauen kaum eine andere Wahl, als stillschweigend die Launen ihrer Männer hinzunehmen. Ohne diese, haben sie keine Einkünfte und führen sonst ein Leben am Rande der Existenz. Das ihr Leben, nach vielen Jahren aber dennoch eine Wendung nehmen soll, ahnt Jennifer nicht.

„Eine Handvoll Worte“ ist ein, wie ich finde, sehr emotionsgeladener Roman. Ich mag den Stil, mit dem Jojo Moyes das Geschehen beschreibt. Man kann sich alles sehr gut vorstellen. Ich konnte mich auch sehr gut in die Hauptfiguren hineinversetzten.
Jennifer Stirling ist ein Charakter, der mir von Anfang an sympathisch war. Sie ist eine Frau, die sich eben nicht alles von der Gesellschaft verbieten lässt. Sie lebt ihre Gefühle und das finde ich sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, in welcher Zeit sie gelebt hat. Aber auch Ellie’s Gedanken und Gefühle, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ein wenig vernachlässigt kommt einem dafür Laurence Sterling vor. Wobei die anderen Nebencharaktere sonst auch gut dargestellt sind.

Die Handlung selber nimmt sehr oft einige Wendungen, die man so nicht erwartet hat. Ein bisschen kann man sich zwar zu Beginn denken, was passiert, gerade wo Jennifer die Briefe ihres Liebhabers wieder entdeckt. Aber es kommt dann doch anders, als gedacht.
Was auch toll ist, dass die Figuren so einiges gemeinsam haben und die Geschichte zwischen Ellie und Jennifer eine Verknüpfung hat. Was genau möchte ich allerdings nicht verraten, aber die beiden werden sich im Laufe der Zeit begegnen und gegenseitig helfen 🙂

Das einzige, was mich gestört hat, waren die Zeitsprünge. Es wird erst von Jennifer erzählt, wie sie im Krankenhaus aufwacht. Dann wird teilweise wieder auf die Zeit vor ihrem Unfall eingegangen, was schwierig ist zu verstehen und zu unterscheiden, aber nach ein paar Kapiteln versteht man das dann auch. Mir kam es nur etwas merkwürdig vor.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es wirklich nur empfehlen.

Infos zum Buch
Titel: Eine Handvoll Worte
Autor: Jojo Moyes
Seiten: 592
Originaltitel: The Last Letter from your Lover
ISBN: 978-3-499-26776-5
Verlag: Rowohlt – hier geht es zur Verlagsseite

Habt ihr das Buch schon gelesen? Hat es euch berührt? Wart ihr vielleicht schon einmal in einer ähnlichen Situation wie Ellie oder Jennifer?

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