Der Sommer, in dem es zu schneien begann

csm_produkt-9565_e37aa645bcVon einem Moment auf den anderen ändert sich das Leben von Eva komplett. Nur ein Jahr nach der Hochzeit verliert sie ihren Mann Jackson bei einem Angelunfall und fällt in ein tiefes Loch. Ihr wird bewusst, wie kurz sie Jackson nur kannte. Um mehr von ihm und seiner Vergangenheit zu erfahren, aber auch um die Trauer zu teilen, beschließt sie zu Jacksons Familie nach Tasmanien zu reisen. Doch anstatt Trost und Unterstützung stößt sie auf eine Familie, die sie lieber wieder ganz schnell in England sehen würde. Willkommen fühlt sie sich keinesfalls, doch abreisen möchte sie auch nicht. Aber was sie dann erfährt, wirft das Bild ihres geliebten Mannes noch einmal völlig über den Haufen und Eva aus der Bahn.

In dem Roman „Der Sommer, in dem es zu schneien begann“ erzählt Luca Clarke eine etwas andere Liebesgeschichte. Es geht nicht darum, wie sich zwei Menschen finden, sondern wie Eva mit dem Verlust ihres Ehemannes umgeht. Dabei wird ihr bewusst, wie wenig sie doch eigentlich von ihm wusste und dass ihre Liebe schnell in der Ehe mündete.

Ich finde die Hauptcharaktere sind sehr gut von der Autorin beschrieben worden. Man lernt sie so nach und nach immer besser kennen und versteht auch, wieso sie sind, wie sie sind.
Vor allem konnte ich mich sehr gut in Eva hineinversetzen. Die Hoffnung, die sie hatte, ihren Mann noch zu finden, die Trauer, als sie merkte, dass er wirklich tot sein muss und die Verzweiflung, als sie zu seiner Familie fliegt und sich dort nicht willkommen fühlt. Dennoch hat sie nicht aufgegeben. Dann musste sie aber Dinge erfahren, die sie nicht glauben kann. Sie weiß selber nicht mehr, was wahr ist und was Lüge, vor allem aber, wem sie glauben kann. Jackson wirkt auf sie plötzlich wie ein fremder Mensch.

Aber auch Saul hat mir sehr gut gefallen. Zuerst war er mir zwar unsympathisch, weil er Eva so hat abblitzen lassen. Doch als er sich um sie gekümmert hat, nachdem es ihr schlecht ging, gefiel er mir doch ganz gut. Eigentlich ist er ein sehr netter Kerl, nur wollte er Eva davor schützen, was sie auf der Insel erfährt.

Die Handlung selber ist sehr emotional. Lucy Clarke beschreibt sehr gut, wie Eva sich fühlt. Man kann sie verstehen, auch wenn es für mich persönlich manchmal noch ein bisschen emotionaler hätte sein können. Auch versteht die Autorin sehr gut, wie man die Spannung halten kann – denn nicht immer kommt alles so, wie man denkt. Manche Stellen konnte ich mir zwar vorher schon denken, dass es so kommen würde, aber nicht immer habe ich Recht behalten.

Was man auch erwähnen muss, ist, dass die Landschaft sehr schön beschrieben ist. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen – das Land, das Meer, manchmal fühlte ich mich, als wäre ich selber in Tasmanien gewesen.

Insgesamt muss ich sagen, dass der Roman mir sehr gut gefallen hat und ich ihn nur empfehlen kann. Eine sehr schöne Lektüre für den Sommer – gefühlvoll und dennoch nicht kitschig.

Infos zum Buch
Titel: 
Der Sommer, in dem es zu schneien begann
Autor: Lucy Clarke
Seiten: 400
Originaltitel: A Single Breath
ISBN: 978-3-492-06012-7
Verlag: Piper – hier geht es zur Verlagswebsite.

Ganz bequem bei Amazon bestellen: Gebundene Ausgabe oder als eBook. 

Habt ihr das Buch gelesen? Wie denkt ihr darüber, hat es euch berührt?

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